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Merseburger Orgeltage

Allgemeines Seit mehr als einem halben Jahrhundert ziehen die Merseburger Orgeltage alljährlich um Mitte September Musikliebhaber aus dem In- und Ausland in den Merseburger Dom mit seiner Ladegast-Orgel – einem Instrument von weltweitem Ruf. Vom Domorganisten Hans-Günther Wauer (1925-2016) im Jahr 1963 begründet und ab 1994 unter der künstlerischen Leitung seines Nachfolgers, des Leipziger Gewandhausorganisten Michael Schönheit, haben die Merseburger Orgeltage heute einen festen Platz im mitteldeutschen Kulturkalender. Anspruchsvolle Programme mit renommierten Organisten, berühmten Orchestern und namhaften Sängern und Chören haben das Festival weit über Mitteldeutschland hinaus bekannt gemacht. Zunächst in dreijährigem Abstand, ab 1969 alle zwei Jahre durchgeführt, fanden die Orgeltage schließlich ab 1977 alljährlich statt. Träger der Merseburger Orgeltage war in den ersten Jahrzehnten die Abteilung Kultur beim Rat des Kreises über ein ihr nachgeordnetes Kulturzentrum. Ab 1990

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Ladegast-Orgel im Merseburger Dom

Orgelbauer Friedrich Ladegast Orgelgeschichte Friedrich Ladegast baute in den Jahren 1853 bis 1855 in das alte Barockgehäuse der Merseburger Domorgel ein neues WerkWerk Werk ist die Zusammenfassung von Gehäuse, Pfeifen und Windlade eines selbstständigen Teils der Orgel. Jedes dieser Teilwerke wird in der Regel mit einer eigenen Tastatur gespielt. hinein, da das alte Werk schon zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung 1713 von mehreren Orgelgutachtern als unbrauchbar bewertet worden war. Ladegast war zum damaligen Zeitpunkt als Mittdreißiger noch verhältnismäßig jung für einen solchen Auftrag, weshalb ihm auch nur der Umbau der Orgel unter Beibehaltung einiger Pfeifen und RegisterRegister Reihe von Pfeifen gleicher Klangfarbe und unterschiedlicher Tonhöhe, die über einen Registerzug als Ganzes an- und ausgeschaltet werden können. aus der Barockzeit anvertraut wurde. Ein vollständiger Orgelneubau, wie ihn Ladegast gern gesehen hätte, war nicht geplant. Nach

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Von Orgeln und Menschen

Sachsen-Anhalt beherbergt unzählige Orgeln, darunter viele besondere Orgelschätze. Wir stellen einige von ihnen und die Menschen, die sie pflegen und spielen, vor.

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Helen Hahmann

Helen arbeitet freiberuflich für das Netzwerkbüro und ist die verantwortliche Redakteurin für das Projekt #volltemperament. Die promovierte Musikethnologin ist unter anderem Expertin für das Instrument mit den 1000 Namen, das in jede Hosentasche passt: die Maultrommeln, sowie für das Jodeln und die Jodlerwettstreite im Harz. Sie arbeitet darüber hinaus als Hörfunkautorin und Audiobiografin.