Händel-Haus Halle (Saale)

Händels Geburtshaus in Halle © Georg Maas

Allgemeines

Früher das Geburts- und Wohnhaus des barocken Genius, heute ein Museum, das mit stimmig komponierten Dauer- und Sonderausstellungen aufwartet: das Händel-Haus in Halle. Wo sonst ließe sich Händels Leben, Wirken und seine Zeit lebendiger vermitteln als hier?

Georg Friedrich Händel erblickte hier im Jahr 1685 das Licht der Welt und verlebte seine Kindheit und Jugend. Auch nachdem er 1703 seinen Wohnsitz nach Hamburg, später nach Rom, Hannover und schließlich London verlegt hatte, fühlte er sich seiner Heimat stets verbunden. Sein Geburtshaus beherbergt seit 1948 das Musikmuseum der Stadt Halle und stellt zugleich eine herausragende Institution bei der Erforschung der halleschen Musikgeschichte sowie von Leben und WerkWerk Werk ist die Zusammenfassung von Gehäuse, Pfeifen und Windlade eines selbstständigen Teils der Orgel. Jedes dieser Teilwerke wird in der Regel mit einer eigenen Tastatur gespielt. des berühmten Komponisten dar. Die Stiftung Händel-Haus richtet obendrein alljährlich die Händel-Festspiele in Halle und Umgebung aus – eines der ältesten und berühmtesten Musikfestivals in Mitteldeutschland.

Ausstellung

Das Händel-Haus wird im Rahmen von zwei Rundgängen erschlossen: die preisgekrönte Ausstellung „Händel der Europäer“ zeigt den beeindruckenden Werdegang Georg Friedrich Händels anhand einzigartiger Artefakte, untermalt mit musikalischen Beispielen. Sie kann u. a. im Rahmen einer kostenfreien Raumtonführung erschlossen werden: der Besucher begibt sich dabei mit Hilfe eines modernen, ausgeklügelten Lautsprechersystems auf eine Reise durch das Leben des berühmten “Vorbewohners”.

Die benachbarte Musikinstrumenten-Ausstellung führt chronologisch durch die Geschichte des Musikinstrumentenbaus – dabei können einige ausgewählte Exponate vom Besucher sogar angespielt werden. Kinder zwischen 7 und 12 Jahren können sich im Klangstudio auf eine Entdeckungsreise in die Welt des Klangs begeben – im Rahmen akustischer Experimente wird dabei die Frage beantwortet: Wie entsteht eigentlich Musik?

Wechselnde Jahresausstellungen mit spannenden Themen ergänzen das Ausstellungsprogramm.

Seit Anfang 2019  gibt es auch einen digitalen Museums-Guide, der über kostenfreies WLAN abgerufen werden kann und zahlreiche Zusatzinformationen und Hörbeispiele zu den Ausstellungen anbietet.

Ebenfalls von der  Stiftung Händel-Haus betrieben wird die im Jahr 2012 eröffnete Ausstellung „Musikstadt Halle” im Obergeschoss des nur 200 Meter vom Händel-Haus entfernten Wilhelm-Friedemann-Bach-Hauses.

Pädagogische Angebote 

Führungen für Schulklassen sind nach Voranmeldung bei Karl Altenburg (karl.altenburg@haendelhaus.de) oder Hagen Jahn (museumspaedagogik@haendelhaus.de) möglich.

Für Kinder im älteren Grundschulalter gibt es mit „Händel Junior” ein neues Medien-Angebot in der Dauerausstellung des Händel-Hauses. So geben u. a. fünf aufwendig gestaltete Trickfilm-Geschichten Einblick in das Leben des etwa 13-jährigen Georg Friedrich Händel.

Sämtliche Programmangebote für Kindergärten, Schulen, Horte und Familien sind hier zu finden.

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Helen Hahmann

Helen arbeitet freiberuflich für das Netzwerkbüro und ist die verantwortliche Redakteurin für das Projekt #volltemperament. Die promovierte Musikethnologin ist unter anderem Expertin für das Instrument mit den 1000 Namen, das in jede Hosentasche passt: die Maultrommeln, sowie für das Jodeln und die Jodlerwettstreite im Harz. Sie arbeitet darüber hinaus als Hörfunkautorin und Audiobiografin.