Schloss Hundisburg

Das beeindruckende Innere des Schlosses, Foto: Joachim Hoeft / KULTUR-Landschaft Haldensleben-Hundisburg e.V.

Bedeutung und Geschichte

Wer erleben möchte, wie eine Verbindung von norddeutscher Burg und venezianischem Palast aussieht, kann das im Norden Sachsen-Anhalts tun. Nordwestlich von Magdeburg und kurz vor Haldensleben liegt die kleine Ortschaft Hundisburg, die das gleichnamige Schloss beherbergt. Es bildet mit seinem Barockgarten und dem sich anschließenden Landschaftspark, der am zwei Kilometer entfernten Kloster Althaldensleben endet, ein Gesamtensemble mit überregionaler Bedeutung.
 
Das Schloss verfügt über eine ereignisreiche Geschichte. Zurückverfolgen lässt sie sich bis in das 12. Jahrhundert. Schon 1140 wurde es erwähnt. Ende des 17. Jahrhunderts dann veranlasste Johann Friedrich II. von Alvensleben den barocken Um- und Neubau des Schlosses und die Gestaltung des barocken Gartens. Die uns bekannte Form des Schlosses entstand. Der Magdeburger Kaufmann Johann Gottlob Nathusius erwarb 1810 das säkularisierte Kloster in Althaldensleben und 1811 Schloss Hundisburg. Beide Besitzungen verband er mit einem rund 100 Hektar großen Park im Stil englischer Landschaftsgärten. Durch ein Feuer wurde das Haupthaus im November 1945 schwer in Mitleidenschaft gezogen, blieb bis 1990 Ruine und erwachte nach dem Ende der DDR auch und gerade durch die Kultur wieder zum Leben. Der Wiederaufbau gestaltete sich zu einem Glücksfall, den 1990 niemand vorhersehen konnte.
Das Schloss mit seinen Sammlungen und den ebenfalls rekonstruierten historischen Garten- und Parkanlagen hat sich zu einer bekannten Kulturstätte entwickelt, die Besucher:innen von weit her nach Sachsen-Anhalt lockt.
Schon bei der Anfahrt durch die sanft hügelige Börde ist Schloss Hundisburg weithin sichtbar. Mit seinen Garten- und Parkanlagen ist es eines der bedeutendsten Kulturdenkmale Sachsen-Anhalts. Es empfängt seine Besucher:innen mit dem größten und prächtigsten Barockgarten des Landes.

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Foto: Joachim Hoeft / KULTUR-Landschaft Haldensleben-Hundisburg e.V.

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Foto: Joachim Hoeft / KULTUR-Landschaft Haldensleben-Hundisburg e.V.

Schloss Hundisburg heute

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Foto: Max Börner

© KULTUR-Landschaft Haldensleben-Hundisburg e.V.

Heute befinden sich in den Schlossräumen zwei Kunstsammlungen, eine ständige Ausstellung mit Werken des Bildhauers Heinrich Apel und eine Gemäldesammlung von Friedrich Loock sowie die Alvenslebensche Bibliothek.
Die Spinnstube, der Schlossladen, die Schlossbrauerei, das Schlossrestaurant Hundisburg sowie zu vermietende Veranstaltungsräume und Übernachtungsmöglichkeiten gehören ebenfalls zum Angebot des Schlosses. Mit der Fertigstellung des Akademiegebäudes und der Hauptraumfolge wurde der weitere Weg für die vollständige Nutzung von Schloss Hundisburg besonders im kulturellen Bereich geebnet.

Als Höhepunkt im Veranstaltungskalender zählt die SommerMusikAkademie auf Schloss Hundisburg. Alljährlich wird das Barockschloss für circa 14 Tage Treffpunkt junger Musiker:innen aus unterschiedlichsten Nationen. Hier treffen groovender Jazz, außergewöhnliche Kammermusik und mitreißendes klassisch-romantisches Orchesterrepertoire aufeinander. Die besonderen Orte auf und rund um Schloss Hundisburg geben der SMA ihre einzigartige Atmosphäre.

Antonín Dvořák: Cellokonzert in h-Moll, Op.104 bei der SommerMusikAkademie 2024
Nikolai Rimsky-Korsakov: Scheherazade, Op. 35 bei der SommerMusikAkademie 2024

Weitere Informationen und Kontakt

Website Schloss Hundisburg
Website SommerMusikAkademie

 
KULTUR-Landschaft Haldensleben-Hundisburg e.V.
Schloss 1
39343 Hundisburg
Tel. 03904-44265
E-Mail: info@schloss-hundisburg.de

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Helen Hahmann

Helen arbeitet freiberuflich für das Netzwerkbüro und ist die verantwortliche Redakteurin für das Projekt #volltemperament. Die promovierte Musikethnologin ist unter anderem Expertin für das Instrument mit den 1000 Namen, das in jede Hosentasche passt: die Maultrommeln, sowie für das Jodeln und die Jodlerwettstreite im Harz. Sie arbeitet darüber hinaus als Hörfunkautorin und Audiobiografin.