Ein vielfältiges Programm und ein Engagement, das sich gleichzeitig der Ehrung des Komponisten Kurt Weill und der Förderung gegenwärtiger Musiker:innen widmet, zeichnen das Kurt-Weill-Fest aus. Im Gespräch erzählen Katharina Markworth und Constanze Mitter, die maßgeblich dafür verantwortlich sind, selbst davon.
Gleich zu Beginn eines Jahrhunderts der Umbrüche kommt Kurt Weill im März 1900 in Dessau zur Welt. Weill, das ist natürlich nicht nur „der, der mit Brecht zusammengearbeitet hat. Und auch wer meint, ihn nicht zu kennen, kennt wahrscheinlich seine Musik, hinterließ er doch so manch große Melodie. Im Laufe seines Lebens, in dem er von Dessau nach Berlin und später dann als im Nationalsozialismus verfolgter Jude über Paris nach New York – oder genauer gesagt an den Broadway – zog, vereinte er in seinen Kompositionen verschiedene Einflüsse. So hinterließ er ein WerkWerk Werk ist die Zusammenfassung von Gehäuse, Pfeifen und Windlade eines selbstständigen Teils der Orgel. Jedes dieser Teilwerke wird in der Regel mit einer eigenen Tastatur gespielt., das heute gleichermaßen in den Großen Häusern wie im Pop zu Hause ist. Kurt Weill war ein Grenzgänger und wird heute heute als einer der aufregendsten Komponisten und Kosmopoliten gefeiert, den Sachsen-Anhalt hervorgebracht hat.
Seit 2002 tut die Kurt-Weill-Gesellschaft genau das jährlich in seiner Geburtsstadt. Zentrum der Festivitäten sind die historischen Bauhausgebäude. In den Meisterhäusern befinden sich auch die Geschäftsstelle der Kurt-Weill-Gesellschaft und die 2019 eröffnete – weltweit einzige – Ausstellung über den Komponisten. Das Programm der Festspiele geht wie er selbst einst über Grenzen. Kompositionen von Kurt Weill natürlich, dazu Jazz, Pop, musikalische Experimente: Das jährliche Kurt-Weill-Fest bietet ein breites musikalisches Angebot. Flankiert wird es durch eine reichhaltiges Rahmenprogramm mit Führungen, Comics, Lesungen und vielem mehr. Ein jährliches Motto gibt dabei die inhaltliche Richtung vor, die sich nicht zwingend nur an der Musik Weills orientiert, sondern auch an seiner Zeit, seiner Person oder Weggefährt:innen.
Neben der Ausrichtung des Fests und dem Betrieb der Ausstellung wirkt die Stiftung auch in die junge Musikszene hinein. So ermöglicht eine Kooperation mit dem ebenfalls aus Sachsen-Anhalt stammenden Verein Local Heroes e.V. jungen Pop-Künstler:innen Residenzen in Meisterhäusern, die mit einem Konzert im offiziellen Programm des Kurt-Weill-Fests enden.
Im Interview sprechen Katharina Markworth und Constanze Mitter selbst über das Kurt-Weill-Fest. Das Duo aus betrieblicher und künstlerischer Leitung arbeitet eng zusammen. Sie erzählen von ihren Ideen für das Fest aber auch über seine Geschichte, die lokale Verankerung in Dessau und die Vielseitigkeit persönlicher Zugänge zu Musik – seien es die von Weill oder auch andere.
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