Straße der Lieder

9. Station: „Die Gedanken sind frei” © Susanne Maas

Allgemeines

Die „Straße der Lieder“ bei Stolberg im Harz geht auf eine Initiative des durch die Medien bekannten Chorleiters Gotthilf Fischer aus dem Jahr 1993 zurück. Es handelt sich dabei um einen ca. 1,5 Kilometer langen Wanderweg durch den Wald (etwa 20 Gehminuten), der vom Hotel Schindelbruch in der Nähe von Stolberg zum Josephskreuz auf dem Auerberg führt.

Das im Jahr 1896 errichtete eiserne Doppelkreuz ist Nachfolger eines nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel errichteten Holzturmes aus dem Jahr 1834, der 1880 einem Blitzeinschlag zum Opfer fiel. Der neue Turm entstand in Anlehnung an die Form des Schinkel’schen Originals, soll aber mit seiner Konstruktion auch dem Eiffelturm in Paris nachempfunden sein. Eine Aussichtsplattform in 38 Metern Höhe ist über 200 Stufen erreichbar.

Die „Straße der Lieder“ in Anlehnung an eine ehemalige ARD-Fernsehsendung gleichen Namens mit Gotthilf Fischer und den Fischer-Chören soll Naturerlebnis und Singen miteinander in Verbindung bringen. Dazu finden sich im Abstand von etwa 60 bis 80 Metern hölzerne Tafeln, auf welchen jeweils der Titel eines Volksliedes und dessen 1. Strophe zu lesen sind.

Die kompletten Liedtexte lassen sich hier herunterladen. Darunter sind Volkslieder wie Horch, was kommt von draußen rein, Sah ein Knab’ ein Röslein stehn, KöhlerlieselIm schönsten WiesengrundeKein schöner Land und – schon ganz weit oben auf dem Berg – Die Gedanken sind frei.

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Das Josephskreuz auf dem Auerberg © Susanne Maas

Klangbeispiele

Die Gedanken sind frei, Volkslied, Landesjugendchor Sachsen-Anhalt, Leitung: Wolfgang Kupke, Satz: Dietmar George

Links

Thementour Straße der Lieder (Wandern in Stolberg)

30 Jahre „Straße der Lieder”, Artikel zum 30-jährigen Jubiläum der Straße der Lieder, Mitteldeutsche Zeitung, 29.09.2023, von Alexander Schierholz

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Helen Hahmann

Helen arbeitet freiberuflich für das Netzwerkbüro und ist die verantwortliche Redakteurin für das Projekt #volltemperament. Die promovierte Musikethnologin ist unter anderem Expertin für das Instrument mit den 1000 Namen, das in jede Hosentasche passt: die Maultrommeln, sowie für das Jodeln und die Jodlerwettstreite im Harz. Sie arbeitet darüber hinaus als Hörfunkautorin und Audiobiografin.