Heinrich-Schütz-Haus in Weißenfels

Heinrich-Schütz-Haus in Weißenfels © Anja Köhler, Stadt Weißenfels

Allgemeines

Das Heinrich-Schütz-Haus ist das einzige im Original erhaltene Wohnhaus des Komponisten. Hier verbrachte Heinrich Schütz von 1657 bis 1672 seinen Lebensabend und schuf seine bedeutenden Alterswerke. Das zum 400. Geburtstag des Komponisten 1985 eröffnete Museum wurde 2010 bis 2012 denkmalgerecht saniert und mit einer modernen, interaktiven Ausstellung wiedereröffnet.
Seit dem 7. April 2026 ist das Haus bis vorraussichtlich 2029 geschlossen. In dieser Zeit finden umfassende Bau- und Sanierungsmaßnahmen statt. Unter anderem sollen neue Räumlichkeiten und barrierefreie Zugangsmöglichkeiten geschaffen werden, um das Museum zu modernisieren und neue Angebote zu ermöglichen. 

Das Heinrich-Schütz-Haus ist die 7. Station der mitteldeutschen Straße der Musik.

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Heinrich-Schütz-Haus in Weißenfels © Anja Köhler, Stadt Weißenfels

Ausstellung

Die Ausstellung stellt das Leben und Schaffen von Heinrich Schütz (1585-1672) auf drei Etagen und rund 400 m² Ausstellungsfläche vor. Den Höhepunkt bildet die wiederhergestellte Komponierstube, in der zwei im Haus aufgefundene Notenfragmente präsentiert werden. Hier kann man Heinrich Schütz beim Komponieren zuhören. Historische Musikinstrumente sowie zahlreiche Audio- und Filmstationen vermitteln einen prägnanten Eindruck der Kompositionsweise von Heinrich Schütz. Ein Kinderpfad führt zu neun Schatzkästlein mit Objekten zum Anfassen und Ausprobieren, die den Alltag des Komponisten auf spielerische Weise erlebbar machen. Ein Architekturpfad verweist auf bauarchäologische Funde und erzählt die Nutzungsgeschichte des Hauses. Zu den Highlights zählt ein klingendes Notenpult, an dem Besucherinnen und Besucher zwei vierstimmige Sätze von Heinrich Schütz mitsingen können.

Das Jahresprogramm des Heinrich-Schütz-Hauses umfasst regelmäßige Konzerte, Vorträge und Führungen. Jährlich im Oktober findet das Heinrich Schütz Musikfest statt.

Seit Dezember 2019 gibt es eine kostenlose App namens „SWALK“, über die sogenannte „Soundwalks“ (musikalische Spaziergänge) abrufbar sind. Damit werden die Musikfreund:innen in den Schütz-Städten Weißenfels, Zeitz, Bad Köstritz und Dresden zu authentischen Orten geführt, die mit dem Leben und Wirken von Heinrich Schütz in Zusammenhang stehen. An den durch Hinweistafeln markierten Originalschauplätzen, darunter auch das Heinrich-Schütz-Haus, erfahren die Nutzerinnen und Nutzer an eigens eingerichteten Hörstationen Wissenswertes über den Komponisten und können in dessen Musik eintauchen. Auf den Tafeln ist auch immer der QR-Code abgebildet, der zur App führt. Neben den Schütz’schen Originalwerken sind elektronische Klangkollagen von Fabian Russ zu hören, die Alte Musik und modernste Technik miteinander verbinden.

Pädagogische Angebote

Das Heinrich-Schütz-Haus bietet ein umfangreiches Begleitprogramm für Schulklassen und Gruppen. Die Angebote richten sich nach den Kompetenzschwerpunkten der Schullehrpläne in Sachsen-Anhalt und können direkt über das Heinrich-Schütz-Haus gebucht werden (Telefon: 03443 302835, E-Mail: info@schuetzhaus-weissenfels.de).

Didaktisches Material

Die MusikWerkStatt des Heinrich-Schütz-Hauses ist mit Musikinstrumenten, Kostümen, historischen Spielen, Bastelmaterialien und Quiz-Fragebögen (ein “Schütz-Quiz” s. u. zum Download) ausgestattet, welche bei Klanggeschichten, Kreativangeboten und interaktiven Führungen zum Einsatz kommen.

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Helen Hahmann

Helen arbeitet freiberuflich für das Netzwerkbüro und ist die verantwortliche Redakteurin für das Projekt #volltemperament. Die promovierte Musikethnologin ist unter anderem Expertin für das Instrument mit den 1000 Namen, das in jede Hosentasche passt: die Maultrommeln, sowie für das Jodeln und die Jodlerwettstreite im Harz. Sie arbeitet darüber hinaus als Hörfunkautorin und Audiobiografin.