Biografie
* 23. März 1599 in Zörbig, † 2. Juli 1663 in Hamburg
Thomas Selle wurde 1599 in Zörbig geboren. Nach einem Studium in Leipzig wirkte er zunächst als Lehrer und Kantor, bevor er zum ersten Kirchenmusikdirektor in Hamburg berufen wurde. Als Zeitgenosse Heinrich Schütz‘ prägte er die protestantische Kirchenmusik seiner Epoche entscheidend mit.

Bildnis Selles von Dirk Diricks
Musikhistorische Bedeutung

Die Katharinenkirche in Salzwedel, Foto: Musikland Sachsen-Anhalt
In der Katharinenkirche in Salzwedel wurden Handschriften Thomas Selles entdeckt. Es handelt sich dabei um ein Konvolut von rund einem Dutzend unterschiedlich umfangreicher Manuskripte, die sorgfältig geordnet und beschriftet wurden. Die Handschriften geben einen seltenen Einblick in die Arbeitsweise eines bedeutenden deutschen Kirchenmusikers des 17. Jahrhunderts.
Die Salzwedeler Handschrift enthält verschiedene Kompositionen und Arbeitsmaterialien Selles. Sie entstand vermutlich zwischen 1620 und 1634 und zählt zu den bedeutenden Quellen für die Erforschung seines Schaffens. Die vielen Seiten dokumentieren nicht nur fertige Werke, sondern erlauben auch Rückschlüsse auf Kompositionsprozesse und enthalten Anmerkungen ihres Urhebers. Neben vielen geistlichen Werken finden sich zudem auch sieben weltliche Stücke. Eine biografische Verbindung zu Salzwedel hatte Thomas Selle jedoch nicht. Wie die Handschrift in die Bibliothek der Katharinenkirche gelangt ist, ist bis heute unklar.
Hunderte weitere Kompositionen Selles werden in Hamburg aufbewahrt. Trotz seines umfangreichen Schaffens und seiner Wirkung zu Lebzeiten, wird seine Musik heute nur noch sehr selten gespielt.
Die Salzwedeler Handschrift enthält verschiedene Kompositionen und Arbeitsmaterialien Selles. Sie entstand vermutlich zwischen 1620 und 1634 und zählt zu den bedeutenden Quellen für die Erforschung seines Schaffens. Die vielen Seiten dokumentieren nicht nur fertige Werke, sondern erlauben auch Rückschlüsse auf Kompositionsprozesse und enthalten Anmerkungen ihres Urhebers. Neben vielen geistlichen Werken finden sich zudem auch sieben weltliche Stücke. Eine biografische Verbindung zu Salzwedel hatte Thomas Selle jedoch nicht. Wie die Handschrift in die Bibliothek der Katharinenkirche gelangt ist, ist bis heute unklar.
Hunderte weitere Kompositionen Selles werden in Hamburg aufbewahrt. Trotz seines umfangreichen Schaffens und seiner Wirkung zu Lebzeiten, wird seine Musik heute nur noch sehr selten gespielt.