Tag der Musikfeste 2026

26. Juni 2026 in Quedlinburg

Zwischen Kunstfreiheit und Kulturpolitik – was steht für Festivals auf dem Spiel?

Die Auswirkungen kulturpolitischer Entscheidungen auf Musikfeste und -festivals (nicht nur) im ländlichen Raum Sachsen-Anhalts

Podiumsgespräch

Auf dem Podium sprachen Marie Schultze (Theater Magdeburg, eXoplanet Festival), Phil Losch (Rock im Garten Festival), Theresa Donner (WIR Festival) und Martin Naundorf (OSTEN Festival) mit Anett Krause. Im Gespräch wurde deutlich, wie Festivals in Sachsen-Anhalt heute gesellschaftliche Wirkung entfalten. Sie schaffen Räume für Begegnung, demokratischen Dialog und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Anhand von Berichten aus der Arbeit der Podiumsgäste wurde deutlich, wie Kulturprojekte lokale Herausforderungen aufgreifen, Netzwerke stärken und Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammenbringen. Zudem diskutierten die Teilnehmenden, wie kulturelle Akteur:innen durch Kooperationen, Solidarität und starke lokale Partnerschaften langfristig handlungsfähig bleiben können.
 

Nachmittagliche Gesprächsrunde

In der Nachmittagsrunde wurden die Themen des Podiumsgesprächs gemeinsam vertieft. Die Teilnehmenden diskutierten aktuelle Herausforderungen für die Musik- und Festivallandschaft in Sachsen-Anhalt, insbesondere die Auswirkungen politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen auf Kulturarbeit, Förderstrukturen und kulturelle Freiräume. Im Mittelpunkt standen Fragen der Zukunftsfähigkeit kultureller Akteur:innen, neue Formen der Zusammenarbeit sowie die Bedeutung von Solidarität, Vernetzung und gegenseitiger Unterstützung. Darüber hinaus wurde darüber gesprochen, wie Kulturakteur:innen ihre gesellschaftliche Wirkung sichtbarer machen und kulturelle Teilhabe, demokratische Werte und zivilgesellschaftliches Engagement stärken können.
 
Die ausführlichere Dokumentation des Tages folgt.

3. Tag der Musikfeste

Zwischen Kunstfreiheit und Kulturpolitik – was steht für Festivals auf dem Spiel?

Die Auswirkungen kulturpolitischer Entscheidungen auf Musikfeste und -festivals (nicht nur) im ländlichen Raum Sachsen-Anhalts

Am 26. Juni 2026 fand der dritte Tag der Musikfeste statt. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartner:innen vom Freundeskreis „Quedlinburg swingt“ e.V. und dem Dachverein Reichenstrasse e.V. lud das Musikland Sachsen-Anhalt dazu ins Kulturzentrum Reichenstrasse ein. Auch in diesem Jahr haben wir den Tag der Musikfeste mit einem Festival verbunden. Am Abend wurden in der historischen Innenstadt die 22. Quedlinburger Dixieland- und Swingtage eröffnet.

Die Dokumentation des Tages wird bald hier veröffentlicht.

Kulturzentrum Reichenstrasse: Reichenstraße 1, 06484 Quedlinburg

Die Anreise kann dem Auto und mit dem ÖPNV gut realisert werden. Vom Bahnhof in Quedlinburg sind es etwa 10-15 Gehminuten zum Veranstaltungsort. Alle, die das Konzert am Abend besuchen möchten, weisen wir darauf hin, dass nach 20 Uhr nur noch wenige Züge fahren. Allen, die mit dem Auto anreisen, empfehlen wir, einen der Parkplätze am Rand der Altstadt zu nutzen. Der Parkplatz „An den Fischteichen“ ist nur drei Gehminuten vom Veranstaltungsort entfernt. Vom Parkplatz „Altstadt Mitte“ aus sind es zehn Gehminuten.

Gern unterstützen wir dabei, Fahrgemeinschaften zu bilden: Anreisende mit dem Auto können uns freie Plätze melden und wir vermitteln. 

In Quedlinburg gibt es viele Hotels und Herbergen. Gerade zur Festivalzeit kann es dennoch schwer werden, ein Zimmer zu finden. Allen, die nach dem Konzert nicht abreisen, sondern noch mehr Zeit in der schönen Welterbestadt verbringen möchten, empfehlen wir deshalb, frühzeitig zu buchen.

Um 19:30 Uhr werden auf dem Markplatz die 22. Quedlinburger Dixieland- und Swingtage eröffnet. Teilnehmer:innen können das Konzert zum ermäßigten Preis von 15€ besuchen. Wer dabei sein möchte, kann das bei der Anmeldung angeben und das Ticket dann an der Abendkasse in bar bezahlen.

Mit der Teilnahme erklärt ihr euch damit einverstanden, dass ihr im Rahmen des Tages der Musikfeste fotografiert und gefilmt werdet. Die Aufnahmen dienen sowohl der Dokumentation als auch der Öffentlichkeitsarbeit auf den Kanälen des Musiklands Sachsen-Anhalt. Zu Dokumentationszwecken werden außerdem Teile der Veranstaltung mitgeschnitten.

Programm:

Ab 10:00 – Ankunft

11:00 – Eröffnung und Grußworte 

11:15 – Podiumsgespräch

Wie können sich Festivals auf kulturpolitisch unsichere Zeiten vorbereiten? Welche Formen von Solidarität und Zusammenarbeit stärken die Festivallandschaft in Sachsen-Anhalt? Mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen fragen wir nach den kulturpolitischen Rahmenbedingungen der kommenden Jahre und nach den möglichen Auswirkungen politischer Entscheidungen auf die Zukunft der Musik- und Festivallandschaft in Sachsen-Anhalt. Doch dabei soll ausdrücklich kein drohendes Unheil beschworen werden, es geht nicht darum, pessimistische Szenarien eines möglichen kulturpolitischen Kahlschlags zu entwerfen oder sich in Sorgen über den Herbst zu verlieren. In der Podiumsrunde möchten wir den Blick bewusst auf Menschen und Initiativen richten, die schon heute handeln, sich vernetzen und kreative Antworten auf die aktuellen Entwicklungen finden. Im Mittelpunkt stehen deshalb Beispiele, die Mut machen. Wie kann man jetzt konkret aktiv werden? Welche Ideen tragen bereits Früchte? Welche Formen von Zusammenarbeit schaffen neue Stärke? Zu Gast sind Menschen, die offensiv und praktisch zeigen, wie sich schwierigen Entwicklungen etwas entgegensetzen lässt: mit Haltung, mit Zusammenarbeit und vor allem mit Kultur.

Moderation: Dr. Anett Krause

 

12:30 – Mittagspause

14:00 – Das haben wir. Und das wollen wir stärken. Mit Sylvie Kürsten

Was leisten Musikfeste und -festivals gesellschaftlich und künstlerisch, vor allem in den Regionen, in denen sie wirken? Was würde ganz konkret fehlen, wenn sie nicht mehr da wären? Gemeinsam mit der Journalistin und Moderatorin Sylvie Kürsten sprechen wir über die konkrete Praxis und Wirkung von Festivals und arbeiten an wirkungsvollen, öffentlichkeitswirksamen und prägnanten Formen einer Positionierung, sei es als Institution, als einzelner Akteur oder als einzelne Akteurin, sei es in den sozialen Netzwerken oder als Wurfpostsendung für die Nachbarschaft.  

17:00 – Abschlussgespräch mit Kaffee und Snacks

19:30 – Eröffnungskonzert der Quedlinburger Dixieland- und Swingtage auf dem Markplatz

Anmeldung


Helen Hahmann

Helen arbeitet freiberuflich für das Netzwerkbüro und ist die verantwortliche Redakteurin für das Projekt #volltemperament. Die promovierte Musikethnologin ist unter anderem Expertin für das Instrument mit den 1000 Namen, das in jede Hosentasche passt: die Maultrommeln, sowie für das Jodeln und die Jodlerwettstreite im Harz. Sie arbeitet darüber hinaus als Hörfunkautorin und Audiobiografin.