Tag der Musikfeste

19. Juni 2024 in Dessau

Tag der Musikfeste 2024

Netzwerken: Kennenlern- und Arbeitsphase

Das Netzwerkbüro Musikland Sachsen-Anhalt und das Kurt-Weill-Zentrum luden am 19. Juni 2024 zum ersten Tag der Musikfeste nach Dessau ein. Die Idee zu dieser Netzwerkveranstaltung ging auf die letzte Sitzung der AG Musikfeste im Januar 2024 zurück. Die inhaltliche Planung und Organisation übernahm das Netzwerkbüro, das auch zukünftig Schnittstelle und Ansprechpartner für die Musikfestszene Sachsen-Anhalts sein wird.

In der Vorstellungsrunde wurde die enorme inhaltliche Breite der Musikfesteszene Sachsen-Anhalts deutlich. Besonderheiten gibt es viele: Zahlreiche Festivals erproben neue und innovative Veranstaltungsformate, mit denen sie neue Zielgruppen zu erreichen versuchen. So stellte z. B. Christel Kanneberg vom Chorverband Sachsen-Anhalt Formate wie Kneipenchorabende, Karaoke oder Open-Stage-Angebote vor. Daniel Schad vom Festival Unerhörtes Mitteldeutschland berichtete von Konzertformaten, in denen Profi- und Laienmusiker:innen gemeinsam arbeiten, Bodo Buchholz von Quedlinburg Swingt präsentierte das Format der Gospelgottesdienste.

Folkert Uhde von den Köthener Bachfesttagen skizzierte u. a. das Format des Nachtkonzerts oder das Projekt Sing Bach!, in dem zahlreiche Grundschulkinder eigens für sie arrangierte Bachwerke zur Aufführung bringen. Andere Festivals wiederum legen einen besonderen Schwerpunkt auf historische Aufführungspraxis und wissenschaftliche Fundierung, etwa die Magdeburger Telemanntage oder die Michaelsteiner Klosterkonzerte. Andere Festivals widmen sich ganz explizit einem spezifischen musikalischen Gegenstand wie die Filmmusiktage in Halle oder arbeiten in alle Richtungen genre- und spartenübergreifend wie das Kurt-Weill-Fest.

Im Anschluss an die Vorstellung der Teilnehmer:innen im PlenumPlenum Vollklingende Registerkombination. begann eine Gruppenarbeitsphase, in der sich je zwei Gruppen mit den beiden Themen Außenwirksamkeit und interne Organisation und Wissenstransfer befassten. Das Format der Kleingruppen ermöglichte eine intensivere Auseinandersetzung, die von den Gruppen festgehalten und am Nachmittag vorgestellt wurde.

Einleitende Grußworte:

  • Dr. Anett Krause, Geschäftsführung Netzwerkbüro Musikland Sachsen-Anhalt
  • Constanze Mitter, Künstlerische Leitung Kurt-Weill-Fest
  • Uwe Hoberg, Referatsleiter für Musik, Theater und Orchester, bildende und angewandte Kunst (Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt)

Inputs und Diskussion: Möglichkeiten der Kooperation mit Tourismusverbänden

Gäste aus dem Tourismussektor:

  • Hannes Wolf, Stadtmarketing Dessau-Roßlau
  • Johanna Rabethge, Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt
  • Theresa Marquart, Landestourismusverband Sachsen-Anhalt
  • Niklas Haake, Welterberegion Anhalt-Dessau-Wittenberg

 

Ein thematischer Schwerpunkt des Tages lag auf Potenzialen der Zusammenarbeit mit Tourismusinstitutionen. Wir waren froh hierzu vier Vertreter:innen aus dem regionalen und überregionalen Tourismuswesen zu Gast zu haben. Hannes Wolf stellte in einem Input die Arbeit des Stadtmarketings Dessau-Roßlau und dessen Zusammenarbeit mit dem Kurt-Weill-Fest als touristischer Attraktion vor.
Johanna Rabethge vertrat die Investitions- und Marketinggesellschaft, auf deren Tourismusbank SAiNT der Musikland Veranstaltungskalender beruht. Sie stellte SAiNT vor und erklärte die vielfältigen Vorteile gemeinsamer Datenbänke und Veranstaltungskalender für die Akteur:innen des Musiklands und das Land Sachsen-Anhalt als touristisches Ziel allgemein. In der anschließenden Fragerunde wurden weitere Chance besprochen.

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Helen Hahmann

Helen arbeitet freiberuflich für das Netzwerkbüro und ist die verantwortliche Redakteurin für das Projekt #volltemperament. Die promovierte Musikethnologin ist unter anderem Expertin für das Instrument mit den 1000 Namen, das in jede Hosentasche passt: die Maultrommeln, sowie für das Jodeln und die Jodlerwettstreite im Harz. Sie arbeitet darüber hinaus als Hörfunkautorin und Audiobiografin.