Kulturhaus Salzwedel

Der große Saal im Kulturhaus Salzwedel, Foto: IMG Sachsen-Anhalt mbH/Christian von Polentz

Foto: IMG Sachsen-Anhalt mbH/Christian von Polentz

Location

Früher wegen seiner Farbe wenig schmeichelhaft „Grauer Wilhelm“ genannt, hat sich das Kulturhaus Salzwedel dank Umbau und Modernisierung nach Betreiberangaben zum wohl vielseitigsten und modernsten Veranstaltungshaus in der Region entwickelt. Gelegen im Herzen der Hansestadt im Altmarkkreis Salzwedel, ist es als Konzerthalle, Theaterspielstätte und Tagungsort seit seiner Eröffnung im Jahr 1976 Zentrum des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens über die Grenzen Salzwedels hinaus.
Konzerte unterschiedlicher Genres, Musical, Oper und Operette kommen hier ebenso auf die Bühne wie Kabarett- und Comedyprogramme bis hin zu True Crime. Außerdem bietet das Kulturhaus Raum für Lesungen, Vorträge, Tagungen, Bankette sowie Party- und Tanzveranstaltungen. Regionale Schulen und Vereine können die Location zu ermäßigten Preisen anmieten.
Der Große Saal mit moderner Bühnentechnik und absenkbarem Orchestergraben bietet je nach Bestuhlung bis zu 560 Sitzplätze. Der nebenan liegende Kleine Saal kann sowohl als nahtlose Erweiterung bei Großveranstaltungen als auch als eigenständiger Raum genutzt werden. Das geräumige Foyer mit Barbereich und ein separater Seminarraum ergänzen das Raumangebot. Das Kulturhaus ist eine Einrichtung der Stadt Salzwedel.

Geschichte

Errichtet wurde das heutige Kulturhaus Salzwedel laut Bauakten als „Flachbau in Montagebauweise“ unter dem Namen „Klubhaus der Erdgasarbeiter Wilhelm Pieck“. Nachdem im September 1972 die Salzwedeler Stadthalle wegen baulicher Mängel gesperrt und wenig später abgerissen werden musste, war es ein Glücksfall, dass der damalige VEB Erdöl-Erdgas Stendal bereits seit längerer Zeit Pläne für ein neues Mitarbeiter-Klubhaus in Salzwedel verfolgte. Nach Erteilung der städtebaulichen Bestätigung durch den Rat der Stadt im August 1972 erfolgte im darauffolgenden Frühjahr die Grundsteinlegung des Neubaus, dessen Finanzierung der Betrieb zum größten Teil selbst übernahm.
Die neue Kulturstätte war über die Nutzung durch die betriebseigene Belegschaft hinaus bereits zu DDR-Zeiten offen für vielfältige kulturelle Veranstaltungen jeglicher Art. Auch Jugendklubs und Schulzirkel fanden in den Räumen Platz. Das Kulturhaus war von Beginn an der Verwaltung der Stadt Salzwedel unterstellt.
Das Ende der DDR brachte mit dem Wegfall politischer und künstlerischer Restriktionen seitens des Staates mehr Freiheit bei der Auswahl auswärtiger Gastkünstler:innen. In den Jahren 2003 bis 2005 wurde das Haus komplett umgebaut und modernisiert. Unter anderem wurde der Saal vergrößert, das Foyer umgestaltet, der Künstlertrakt erweitert sowie die Technik auf den neuesten Stand gebracht.
Musikveranstaltungen
Das Salzwedeler Kulturhaus ist heute Auftrittsort zahlreicher renommierter Künstler:innen verschiedenster musikalischer Sparten. Konzerte aus den Bereichen Schlager, Pop, Rock, Swing, Crossover bis hin zu Klassik und Filmmusik sind im Programmangebot zu finden.
Die pro Saison etwa sieben Veranstaltungen umfassende Theater-Spielzeit ist dem klassischen Genre verpflichtet und bietet neben Schauspiel und Märchen auch Oper und Operette sowie Klassik-Konzerte und Ballett.
Formate für Kinder ergänzen den umfangreichen und vielseitigen Veranstaltungskalender. Bespielt wird das Kulturhaus u. a. vom Harztheater mit den Harzer Sinfonikern und dem Theater der Altmark. Bis 2019 fand dort auch das Bundesfinale des Bandcontests des Newcomer-Netzwerks local heroes statt.

Quellen

Website Kulturhaus Salzwedel (24.08.2026)
Kulturhaus Salzwedel: Alles andere als grau, outdooractive (24.08.2026)
Reuter, Christian (2023), Stadt Salzwedel will für Kulturhaus-Nutzung Ermäßigung gewähren, az-online.de (24.08.2026)
Wollmann, Antonius (2016), 40 Jahre Salzwedeler Kulturhaus, Volksstimme (24.08.2026)

Weitere Informationen und Kontakt

Website
Büro Kulturhaus
Telefon: 03901 250 110
E-Mail: info@kulturhaus-salzwedel.de

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Helen Hahmann

Helen arbeitet freiberuflich für das Netzwerkbüro und ist die verantwortliche Redakteurin für das Projekt #volltemperament. Die promovierte Musikethnologin ist unter anderem Expertin für das Instrument mit den 1000 Namen, das in jede Hosentasche passt: die Maultrommeln, sowie für das Jodeln und die Jodlerwettstreite im Harz. Sie arbeitet darüber hinaus als Hörfunkautorin und Audiobiografin.