Biografie
* 23. Juni 1975 in Jerewan
Der Komponist, Gitarrist, Sänger, Arrangeur, Produzent, Pädagoge und Musikwissenschaftler Davit Drambyan wurde 1975 in Jerewan/Armenien geboren. Neben seiner allgemeinen Schulbildung erhielt er von 1989 bis 1991 eine Ausbildung in klassischer Gitarre an der staatlichen Musikschule Nr. 11 in Jerewan. Anschließend besuchte er dort fünf Jahre das Staatliche Konservatorium, das er mit einem Diplom in Komposition ausgezeichnet abschloss.
1998 kam Drambyan nach Deutschland, wo er bis 2000 an der Hochschule für Kirchenmusik in Halle (Saale) ein Gaststudium in den Fächern Chor- und Orchesterleitung, Orgel und Gesang belegte. Zusätzlich studierte er an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und beendete diese Studien 2008 mit dem Magisterabschluss in Musikwissenschaft und Anglistik/Amerikanistik. Während seiner gesamten Studienzeit arbeitete Davit Drambyan in verschiedenen Bereichen und Einrichtungen u. a. als Tonmeister, Musikredakteur und Gitarrenlehrer sowie im Zentrum für Sozialforschung Halle e. V.
Seit 2009 unterrichtet er Gitarre und Musiktheorie an der Musikschule „Robert Franz“ in Halle sowie seit 2010 Gitarre an der Kreismusikschule „Johann Joachim Quantz” in Merseburg. Zudem lehrt er seit 2001 an der Freien Waldorfschule Halle Gitarre im Gruppenunterricht. Seit 2011 leitet Drambyan verschiedene Projekte in Zusammenarbeit mit dem Musikalischen Kompetenzzentrum Sachsen-Anhalt und ist Gitarrenlehrer am Domgymnasium Merseburg.
Davit Drambyan wurde ab 2017 zum Carillonneur (Glockenspieler) der Stadt Halle (Saale) ausgebildet. Für das hallesche Carillon hat er mehrere Arrangements und Kompositionen geschrieben und zahlreiche Performance-Videos produziert.
Musik/Werke
Davit Drambyan war und ist Mitglied mehrerer Bands unterschiedlichster Stilrichtungen von armenischen Volksliedern über Flamenco, Jazz, Weltmusik, Progressive and Psychedelic Rock bis hin zu Heavy Metal, darunter „Akkitation Arkestra“ (Weltmusik, Eigenkompositionen, gewann 2011 den Weltmusik-Wettbewerb „Creole“ Mitteldeutschland), „The World Regulators“ (Progressive Rock), „Beerdigungs Läuten“ (Deathmetal, Grindcore) und aktuell „Los Degustadores“ (Akustiktrio: Flamenco, Latin Jazz) und „Vibration“ (Psychedelic).
Drambyan produzierte darüber hinaus zahlreiche Alben mit eigenen Kompositionen und Arrangements (Liste hier) aus den verschiedensten Genres, darunter 2019 das Death-Metal-Album BeerdigungsLäuten UnTot unter Einbeziehung des halleschen Carillons in die Metal-Band.
Drambyans Kompositionen umfassen Werke für Solo-Gitarre, Gitarrenduo sowie Gitarre und weitere Instrumente, E-Gitarre, Computermusik (u. a. Virgo 2002, Antithesis 2011), Orchestermusik (z. B. Konzert für Gitarre und Kammerorchester 1992), Chormusik (Motette Gands für gemischten Chor 1995–97, Text: Davit Drambyan), Filmmusik und unzählige Rocksongs sowie Rockmusik instrumental. Hinzu kommen Werke für verschiedene Besetzungen wie Streich-, Cello-, Flöten- und Saxophonquartett oder auch eine Passacaglia, Toccata & Fuga für Orgel.
Weitere Informationen sowie ein ausführliches Werkverzeichnis finden sich auf der umfangreichen Website des Künstlers (s. Link unten).
Klangbeispiele
Akkitation Arkestra, Creole-Weltmusik Wettbewerb 2011
The World Regulators, Back 2 the Sun (offizielles Video)
For Whom the Bell Tolls von „Metallica“, Davit Drambyan am Carillon im Roten Turm in Halle
Literatur
Musikalisches Kompetenzzentrum Sachsen-Anhalt / Musikinformationszentrum Zeitgenössische Musik / Kerstin Hansen (Hrsg.), Komponisten aus Sachsen-Anhalt Vol . 4, München 2014 (= Gedanken zur Musik. Eine Schriftenreihe zum Musikleben in Sachsen-Anhalt, Heft 9), S. 22–28.