Netzwerktagung Musikland Sachsen-Anhalt 2026

in Kooperation mit dem Gröninger Bad Magdeburg

Quo Vadis, Musikland Sachsen-Anhalt?

13. – 14. November 2026, Gröninger Bad Magdeburg

Quo vadis, Musikland Sachsen-Anhalt?

Zusammen mit unseren Kooperationspartner:innen vom Gröninger Bad/Aktion Musik laden wir vom 13.-14. November 2026 zur Jahresnetzwerktagung ein, die unter dem Titel Quo vadis, Musikland Sachsen-Anhalt? steht. Der Titel der Tagung ist in doppeltem Sinn zu verstehen: Wohin es im Musikland Sachsen-Anhalt geht, fragen wir mit Blick auf die kulturpolitischen Entwicklungen der letzten Wochen und Monate, aber auch ganz konkret bezogen auf die Arbeit innerhalb des Netzwerks.

Teilnahme und Anmeldung: Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos, wir bitten darum, sich hier anzumelden. Eine frühzeitige Anmeldung erleichtert uns die Planung. Natürlich ist es möglich, nur an einem der beiden Tage oder oder nur an einzelne Programmpunkten teilzunehmen.

Anreise und Übernachtung: Der Bahnhof Magdeburg Südost ist etwa 15 Gehminuten vom Gröninger Bad entfernt. Die S1, der RE20 und der RE30 verbinden ihn mit dem Magdeburger Hauptnahnhof. Vom Salbker Platz, der 300 Meter vom Gröninger Bad entfernt liegt, fahren die Straßenbahnlinien 2 und 8 in die Magdeburger Innenstadt. Für Übernachtungen empfehlen wir die Pension Westerhüsen, die vom Tagungsort gut fußläufig zu erreichen ist. 

Der Tagungsempfang ist jeweils ab 09:00 Uhr geöffnet.

Freitag

Die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen werfen Fragen nach der Zukunft des Musiklebens in Sachsen-Anhalt auf. Gerade deshalb lohnt es sich, den Blick auf das zu richten, was die Musiklandschaft des Landes auszeichnet, was sie trägt und zusammenhält und welche Kraft und Möglichkeiten in ihr liegen.

Zum Auftakt unserer Jahresnetzwerktagung kommen Menschen zu Wort, die das Musikland Sachsen-Anhalt in unterschiedlichen Bereichen prägen und mitgestalten. In persönlichen Statements berichten sie von ihren musikalischen Wurzeln, ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen. Sie sprechen über das, was sie antreibt und beschäftigt und über ihre Vorstellungen von der Zukunft des Musiklebens in Sachsen-Anhalt.

Musikalisch begleitet von Joel Podolski entsteht eine lebendige Wortcollage, die vor allem diejenigen sichtbar macht, die auch in kulturpolitisch herausforderdernden Zeiten das Musikland Sachsen-Anhalt gestalten. Im Anschluss ist das Publikum eingeladen, die vorgestellten Sichtweisen zu ergänzen, zu hinterfragen und eigene Erfahrungen, Gedanken und Erwartungen einzubringen.

12:00 Uhr Kaffeepause

Lava – Festival für improvisierte Musik

Im Gesellschaftshaus Magdeburg findet 2027 erstmals das Lava Festival statt, das sich ganz der improvisierten und experimentellen Musik widmet. Marius Moritz und Steffen Roth stellen das neue Festival vor.

KreaS – Kreativpotential Schule

Seit 2023 wurde unter dem Titel KreaS eine Plattform zur Vernetzung von Schulen, außerschulische Lernorten sowie Akteur:innen aufgebaut. Kevin Aethner vom Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) stellt KreaS vor und gibt Ausblicke in die Zukunft der Plattform.

Kulturcampus Eike von Repgow

Kerstin Reibold vom Gröninger Bads gibt Einblicke in ein großes Vorhaben.

13:00 Uhr Mittagspause

Mit den strukturellen Veränderungen beim MDR und dem Ende von MDR Klassik stellen sich für viele Akteurinnen und Akteure der Musiklandschaft Fragen: Wo finden klassische Musik, Konzerte, Festivals und musikalische Projekte künftig ihren Platz? Welche Möglichkeiten der Berichterstattung und Zusammenarbeit gibt es jenseits der klassischen Konzertübertragung? Und welche Themen, Geschichten und Perspektiven sind für die verschiedenen redaktionellen Formate interessant?

In einem offenen Q&A gibt die Redakteurin Grit Schulze von MDR Kultur Einblicke in verschiedene Programme und Formate. Dabei geht es um ganz praktische Fragen: Wie gelangen Themenvorschläge in die Redaktionen? Welche Informationen und Materialien werden benötigt? Was macht ein Thema journalistisch interessant? Und welche Möglichkeiten gibt es, musikalische Projekte auch abseits etablierter Sendeformate sichtbar zu machen?

Moderation: Dr. Anett Krause

Dr. Johanna Borchert und Peter Grunwald von der Musikakademie Sachsen-Anhalt Kloster Michaelstein laden zwischen den Gesprächen bei einem Community Music Intermezzo dazu ein, die Musik für sich sprechen zu lassen. Alle Tagungsteilnehmer:innen sind eingeladen, gemeinsam ein einfaches Arrangement des Jazzstandards „Cantaloupe Island“ einzustudieren. Dabei ist egal, ob man ein Instrument beherrscht oder nicht: Jede:r kann mitspielen! Eigene Instrumente können gerne mitgebracht werden.

15:45 Uhr Kaffeepause

Auswahlensembles gehören zu den Besonderheiten der Musikförderung in Deutschland, wenn es um Talentförderung, Nachwuchs und Teilhabe geht. In regelmäßigen Arbeitsphasen, auf Bühnen und bei Konzertreisen wirken sie nach innen und außen. Bei der Frage „Quo vadis, Musikland Sachsen-Anhalt?“ lohnt es sich deshalb auch darüber nachzudenken, wie die Arbeit in solchen Institutionen angesichts veränderter kulturpolitischer Rahmenbedingungen künftig aussehen kann. Für ein Podiumsgespräch haben wir deshalb Menschen eingeladen, die die Zukunft der musikalischen Exzellenz in unserem Land maßgeblich prägen und gestalten.

Mit Marius Moritz und Steffen Roth (Ensemble Junge Musik), Markus Gellrich (Landes-Akkordeon-Ensemble Sachsen-Anhalt), tba.

18:00 Uhr gemeinsames Abendessen

Gemeinsam mit Sängerin Jessica Denecke, Manfred Preis, ehemaliger Klarinettist der Berliner Philharmoniker, und Marco Reiß, ehemaliger Violinist der Magdeburgischen Philharmonie und ehemaliger Leiter des Rossini-Quartetts, präsentiert das Magdeburger Duo Guitarra de Aventura ein Konzert, das unter die Haut geht. Sie verbinden klassische Werke, moderne Rock- & Popsongs und orientalische Farben zu einem einzigartigen Klanggewebe. Im Anschluss ist die Bar noch für Getränke und Gespräche geöffnet.

Der Eintritt zum Konzert ist frei und für alle offen.

Samstag

Welche Perspektiven eröffnen sich für das Musikland Sachsen-Anhalt wenn sich mutmaßlich die politischen und kulturpolitischen Rahmenbedingungen verändern werden? Welche Schwerpunkte wollen wir künftig setzen, welche Handlungsspielräume nutzen?

Dr. Anett Krause gibt einen Ausblick auf die Vorhaben und Schwerpunkte, die sich das Netzwerkbüro für 2027 vorgenommen hat und zeigt, wo Möglichkeiten zur Beteiligung und Zusammenarbeit bestehen. Vor allem aber möchten wir ins Gespräch kommen: Welche Pläne und Projekte entwickeln die Akteur:innen selbst? Wo wünschen sie sich Austausch, Vernetzung oder konkrete Unterstützung? Und welche Impulse sollte das Netzwerkbüro künftig aufgreifen?

Die Runde ist gedacht als offener Austausch über Ideen, Vorhaben, Perspektiven und darüber, wie wir das Musikland Sachsen-Anhalt in Zukunft weiter gemeinsam gestalten können.

11:30 Uhr Kaffeepause

Im April 2026 fand die Tagung Nachwuchs in Nöten statt, in deren Rahmen sich Musikpädagog:innen und -akteur:innen der Frage widmeten, wie mit dem Nachwuchsmangel im Musikpädagogischen Bereich umgegangen werden kann und welche Rolle Kooperationen zwischen schulischen und außerschulischen Akteur:innen dabei spielen können. In Magdeburg wollen die Macherinnen der Tagung diesen Faden aufnehmen und alle Interessierten einladen, ihre Perspektiven einzubringen.

Gemeinsam möchten wir konkret überlegen, wie wir Nachwuchs für die Musiklandschaft – egal ob Publikum, Fachkräfte oder Vereinsmitglieder – gewinnen und langfristig begeistern können. Welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit gibt es bereits, wo können neue Verbindungen und Ideen entstehen und wie können schulische und außerschulische Angebote noch besser ineinandergreifen?  

Mit Ulrike Nemson (Landesmusikrat Sachsen-Anhalt e.V.), Dr. Johanna Borchert (Landesmusikakademie Kloster Michaelstein) und Dr. Charlott Falkenhagen (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) sowie einem Impuls zu lehrplanorientierten Musik- und Medienprojekten im außerschulischen Bereich von Till Marschewski (Aktion Musik e.V. Gröninger Bad )

Helen Hahmann

Helen arbeitet freiberuflich für das Netzwerkbüro und ist die verantwortliche Redakteurin für das Projekt #volltemperament. Die promovierte Musikethnologin ist unter anderem Expertin für das Instrument mit den 1000 Namen, das in jede Hosentasche passt: die Maultrommeln, sowie für das Jodeln und die Jodlerwettstreite im Harz. Sie arbeitet darüber hinaus als Hörfunkautorin und Audiobiografin.