Musikland Sachsen-Anhalt – die Idee und ihre Genese

Zukunftswerkstatt Musikland Sachsen-Anhalt
© Musikland Sachsen-Anhalt

Im Sommer 2022 kamen etwa 40 Vertreter:innen der öffentlich geförderten und der freien Musiklandschaft Sachsen-Anhalts zusammen, um zu diskutieren, wie aus der vielfältigen und heterogenen Musiklandschaft unseres Landes ein gemeinsames Netzwerk und eine öffentlichkeitswirksame Marke werden kann. Ausgangspunkt für diese Zukunftswerkstatt im Kloster Michaelstein waren die Ergebnisse einer Befragung aus dem Jahr 2021. Mit ihr wurde eruiert, was das Musikland Sachsen-Anhalt nach Meinung der Akteur:innen ausmacht und was es zusätzlich braucht, damit Sachsen-Anhalt sein Profil als Musikland schärfen kann.  

Aus dieser anonymen Befragung ging u.a. hervor, dass sich die Musikschaffenden des Landes eine stärkere Kooperation untereinander wünschen. Hierzu und zu zahlreichen anderen Themen wurde in der Zukunftswerkstatt intensiv diskutiert. Neben der Frage nach geeigneten Netzwerkstrukturen ging es um die brennende Frage, wie der musikalische Nachwuchs des Landes besser ausgebildet werden kann, auf welche Weise die Fördersituation der Akteur:innen nachhaltiv verbessert werden kann und auf wie neue Musikformate im Land einen Platz finden. Und alle Teilnehmer:innen der Zukunftswerkstatt trieb die Frage um, wie das musikalische Schaffen Sachsen-Anhalts stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit getragen werden kann.   

Die gezielte Vermarktung der Musiklandschaft wurde im Anschluss als Schwerpunkt für einen Workshop im September 2022 gewählt, der erneut im Kloster Michaelstein stattfand. Schon in den Diskussionen im Rahmen der Zukunftswerkstatt und nun auch im Ergebniss dieses Marketingworkshops wurde deutlich, dass für die professionelle Umsetzung der formulierten Ziele eine fachkundige Stelle eingerichtet werden muss. Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt seither die Musiklandschaft mit der Finanzierung des Netzwerkbüros „Musikland Sachsen-Anhalt“, das im Mai 2023 seine Arbeit in den Räumen des Friedemann-Bach-Hauses in Halle (Saale) aufgenommen hat. 

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Helen Hahmann

Helen arbeitet freiberuflich für das Netzwerkbüro und ist die verantwortliche Redakteurin für das Projekt #volltemperament. Die promovierte Musikethnologin ist unter anderem Expertin für das Instrument mit den 1000 Namen, das in jede Hosentasche passt: die Maultrommeln, sowie für das Jodeln und die Jodlerwettstreite im Harz. Sie arbeitet darüber hinaus als Hörfunkautorin und Audiobiografin.